Empfehlungen für die Software zu geben ist immer
recht schwierig. Die folgende Liste enthält daher nur einige Applikationen,
die wir für sinnvoll halten. In dieser Liste ist übrigens keine der
Canon Applikationen enthalten, die mit der Kamera geliefert werden.
Bereits im Standard Lieferumfang ist z.B. der RAW Konverter Digital
Photo Professional enthalten, mit dem sicherlich auch gute Ergebnisse
erzielt werden können !
Ferner enthält diese Liste auch keine der vielen gängigen Spezialapplikationen
zum Entrauschen der Fotos oder zur Unterstützung bei der Anfertigung
von HDR Aufnahmen. Die Palette ist so breit, dass es schwierig
ist, hier eine Empfehlung zu geben.
Der Pixmantec RawShooter Premium ist die bevorzugte Applikation zum
Entwickeln der RAW Bilder. Die Abspeicherung der Prozessdaten erfolgt
pro Foto in einem Unterverzeichnis und ermöglicht eine Datensicherung
der Originale mit eben diesen Zusatzdaten. Das Entwickeln im RawShooter
umfasst alle wichtigen Schritte, die benötigt werden: Weißabgleich,
Belichtung, Tonemapping, Schärfen, Entrauschen, Gradationskurven, Farbton/Sättigung,
Rotation, Beschnitt und Bewertung. Vorgenommene Änderungen/Einstellungen
lassen sich selektiv über Copy and Paste auf beliebig viele
Fotos mit einem Click übertragen, wodurch z.B. der Weißabgleich einer
Fotoreihe schnell und effizient vorgenommen werden kann. Die Erzeugung
von Abzügen (im JPEG oder TIFF Format) erfolgt im Batchbetrieb als Hintergrundtask,
was ein gleichzeitiges Weiterarbeiten ermöglicht. Als besonderes Highlight
können über die Proof Funktion Voransichten der entwickelten Bilder
(in frei wählbarer Größe) erzeugt werden. Wir nutzen diese Funktion
u.a. für den Aufbau einer Bilddatenbank mit Schlagworten.
Der RawShooter Premium wird leider (nach Übernahme von Pixmantec durch
Adobe) seit Mai 2006 nicht mehr verkauft und auch nicht mehr weiterentwickelt.
Die neuen Modelle EOS 400D, 450D, 40D und 1D Mark III werden nicht mehr
unterstützt !
Adobe Lightroom vereint neben der Funktion als RAW Konverter weitere Funktionen (Bilddatenbank, Diashow, Webgenerator und Druckprogramm) unter einer Oberfläche. Das führt leider zu einer etwas zäh reagierenden Anwendung, von der wir die meisten Funktionen nicht benötigen. Ein wesentlich größerer Knackpunkt: die Prozessdaten befinden sich in einer zentralen Datenbank (dem Lightroom Katalog), die zum einen nicht so einfach mit den Fotos gesichert werden kann, zum anderen auch noch absolute Pfadangaben - inklusive Laufwerksbuchstaben - beinhaltet, wodurch das Einlesen auf einem zweiten PC nur mit händischer Anpassung der Datenbank möglich ist. Für uns eine nicht praktikable Lösung ! Die Funktionen zur Entwicklung der RAW Fotos hingegen können durchaus gefallen: Lightroom beinhaltet eine sehr umfangreiche Werkzeugsammlung für die Konvertierung, die weit über die Funktionen des RawShooters hinausgehen. Die Bearbeitung der Aufnahmen mit Lightroom dürfte in jedem Fall ein (teilweise deutlich) besseres Ergebnis liefern, jedoch ist der Zeitaufwand deutlich höher anzusetzen und die fehlende Archivierbarkeit für uns nicht zu verschmerzen.
Ich denke über Photoshop muss man nicht mehr viel erzählen. Das Ebenenkonzept erlaubt eine nicht-destruktive Bearbeitung, bei der sich viele Effekte/Korrekturen über die Deckkraft der Ebene fein einstellen lassen. Ebenenmasken sorgen zudem dafür, dass Korrekturen nur auf die Bereiche angewendet werden, die diese Korrektur auch wirklich erfordern (z.B. Entrauschen des Himmels ohne Details im Rest des Bildes zu zerstören). Die Ebenenmasken sind allerdings nicht in der Elements Version verfügbar, was die Möglichkeiten der Software zur Retusche doch etwas eingrenzt. Wer allerdings auf diese Funktionen verzichten kann, findet in der Elements Version eine bezahlbare Lösung für den Hobbybereich.
Eine Bildbearbeitung, die das Ebenenkonzept (inklusive Ebenenmasken !) zu einem geringen Preis bietet. Eine echte Alternative zu Photoshop und Konsorten, mit der sich auch anspruchsvolle Retusche Aufgaben hervorragend bewältigen lassen. Vom Hersteller ist eine kostenlose 30 Tage Testversion zum Download erhältlich.
Diese Software erlaubt das Zusammenfügen mehrerer Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfeebenen zu einem Foto mit entsprechend vergrößertem Schärfebereich. Gerade im Makrobereich kann diese Technik sinnvoll eingesetzt werden, um die geringe Tiefenschärfe bei kleinen Blendenwerten zu erhöhen.
Die Webgalerie unserer Wahl. JAlbum ist Freeware und bietet so viele Möglichkeiten, dass wir sie hier gar nicht aufzählen können. Ein Besuch auf der Webseite lohnt in jedem Fall !
Eine feine Freeware Software um Bilddatenbestände auf die schnelle zu erkunden und zu konvertieren (z.B. Größenänderung der Fotos eines ganzen Verzeichnisses). Hier gelangen Sie zur Homepage.
Mal eben während des Surfens in die EXIF Daten eines angezeigten Bildes schauen ? Mit IExif kein Problem ! Die Freeware installiert neben der eigentlichen Software ein Pug-In für den IE oder Firefox, mit dessen Hilfe EXIF Daten über die rechte Maustaste abgerufen werden können. Eine absolut empfehlenswerte Software; hier geht's zur Homepage.
Wir nutzen ThumbsPlus zur Verwaltung des Bilddatenbestandes. Jedem
von RawShooter erzeugten Proof (Größe max. 720 x 720 Pixel, ca. 95KB
Größe) ordnen wir IPTC Stichworte (z.B. über XnView) zu. Die geringe
Größe der Proofs erlaubt eine permanente Speicherung aller Aufnahmen
auf der Festplatte des PCs (10000 Aufnahmen belegen weiniger als 1GB).
Mit ThumbsPlus werden diese Aufnahmen eingelesen; die IPTC Stichworte
landen in einer Datenbank, die ThumbsPlus verwendet um in Sekundenbruchteilen
aus allen Aufnahmen jeweils die gewünschten Aufnahmen herauszufiltern
und anzuzeigen.
Windows Vista bietet mit der Windows Fotogalerie eine noch komfortablere
Möglichkeit der Suche: bereits beim Eintippen des Suchwortes erscheinen
alle gefundenen Bilder im Anzeigefenster. Gruppierungen (z.B. nach Aufnahmejahr)
sind zusätzlich frei wählbar. Eine bärenstarke Funktion, die wohl über
kurz oder lang ThumbsPlus als Bilddatenbank ablösen wird !